Die Liebe meines Lebens und warum ich sie so oft betrüge

Wenn es eines gibt, dass mir beinahe grenzenlose Freude machen kann, so ist das Essen. Gutes Essen! Vor allem wenn ich sehr hungrig bin und gut gelaunt. Denn wenn ich schlecht aufgelegt bin, hab ich generell selten Hunger.

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Ich esse gern in Gesellschaft, in letzter Zeit auch gern in Gesellschaft meines Kindles und Büchern von Brandon Sanderson. Und weil es draußen ghaaalt und grauselig ist, gibt es für mich nichts besseres als Suppe.

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Mein Vater sagt, mein Lieblingsessen als Kind war Nockerlsuppe. Als Kleinkind ging ich jeden Tag zu unserer Nachbarin, um zu Mittag Suppe zu essen, weil sie noch den Essensplan Suppe-Hauptspeise-Nachspeise verfolgte. Danach gabs dann zuhause Mittagessen.k049

Auch heute noch ist eine gute Rindsuppe, eine sehr scharfe Gulaschsuppe, eine Tomatencremesuppe mit Schlag oder eine meiner selbst zusammengebrauten asiatischen Nudelsuppen das liebste, was ich essen kann. Suppe ist anscheinend die Liebe meines Lebens.

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Aber wie kommt es dann, dass ich mir keine Suppe vorbereite, mit in die Arbeit nehme und esse, während ich The Way of Kings lese? Die Antwort darauf kommt aus Korea und heißt Nongshim Shin Ramyun.

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Sie sind scharf, sie sind heiß, sie schmecken bestialisch gut und ich muss in der Früh nicht überlegen, was ich mit in die Arbeit nehme. Zubereitung und gemütliche Verspeisung dauern genau 25 min, ideal für die Mittagspause. Danach ist mir warm und wohlig und mein Gesicht schaut aus wie eine mittlere Paradeiser. Und immer wieder denk ich mir, morgen nehm ich Suppe mit, aber dann ist das Verlangen nach Shin Ramyun doch zu groß…

Was sich tut

Einiges, wie meine seltenen Blog Einträge sicher vermuten lassen.

Ich arbeite gerade am zweiten Kilt, gemeinsam mit muziger Hilfe:

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(so sieht übrigens auch mein Arbeitsplatz aus, während ich hefte, schau ich Kochvideos an)

Und wenn ich Zeit und Muse hab, koch ich (meist am Wochenende, falls wir zuhause sind)

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Die Hochzeit ist in drei Wochen schon wieder vorbei und dann gibt es hoffentlich einige Bilder vom Entstehungsprozess des Kleids

Kleider machen

Momentan bin ich ja furchtbar mit meinem Hochzeitskleid beschäftigt, von dem ich keine Bilder poste, da der zukünftige Bräutigam es nicht sehen sollte. Dafür habe ich aber noch Bilder von dem Kleid, das ich mir für die zwei Hochzeiten im letzten Jahr gemacht habe.

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Am Anfang ist da normalerweise ein Probeschnitt. Schnittmuster für solche Kleider mach ich eigentlich alle selber, weil sie sich sehr gut von den Körpermaßen ableiten lassen. Das erste Mal, dass ich das gemacht habe, war übrigens gar kein genähtes Kleid, sondern ein gestricktes. Nachdem ich im Herbst 2005 eine Nierenbeckenentzündung hatte, hielten sich noch lange anschließend Schmerzen im Lendenbereich und ich war sehr empfindlich gegen Zugluft. Daher habe ich mir für die Ballsaison 2006/07 ein Ballkleid aus Kaschmirwolle gestrickt. Das gibt es übrigens noch irgendwo 😀

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Im Anschluss an den Probeschnitt und ein paar Änderungen werden die Schnitteile aus dem „echten“ Stoff zugeschnitten. Das Kleid sollte ein Hybrid zwischen Sommer und Winterkleid werden, deshalb war der Oberstoff Wolle, die Zwischenschicht Seiden-Organza und das Futter Acetat.

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Auf die Zwischenschicht werden die Kanäle für die Stäbchen aufgenäht.

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So viele Stäbchen kommen dann ins Kleid. Hier hab ich sie noch mit Fimo an den Enden abgepickt, mittlerweile mach ich das aber mit Gewebeklebeband, genauer gesagt mit meinem Sport-Tape. Ist einfacher und trägt nicht so viel zusätzliches Volumen auf

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Hier wird noch getestet, ob die Stäbchen passen. Sie waren ein bisschen zu lange in diesem Fall.

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Und so sieht dann das Oberteil vernäht ohne Futter aus.

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Als besonderes Zuckerl hab ich ein Sichtfenster beim Rückenansatz eingefügt. Das ist, genau wie man hier sieht, eine Stecknadelreiche Arbeit aber grad solche Details machen dann halt auch den Charme aus :D.

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So sieht das dann im Endeffekt aus. Hintergrund ist eine Spitze, welche ich für Unterwäsche gekauft hab und bei der mir das organische Muster sehr gut gefällt.

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Dann wird der Mittelteil angefügt.

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Und kurzentschlossen hab ich noch eine kleine Schnürung am oberen Rücken angebracht.

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Und so sieht das Kleid dann aus. Man erkennt sehr gut, bügeln kommt bei mir manchmal nimmer so vor.

 

 

Frisuren, wann wenn nicht jetzt

Meine Schwägerinnen in spe und meine liebe Tanja helfen mir gerade bei Kleid-Ideen und Brautfrisuren. Dass werdende Bräute verschiedene Stile ausprobieren, ist sicher nicht neu. Was mich heute allerdings überfallen hat, war das Bedürfnis, eine etwas andere Frisur auszuprobieren.

Die Idee kam mit der Frage meines Liebsten, ob es nach der Hochzeit wohl das rituelle Haareschneiden gäbe. Dazu als Vorgeschichte: ich trage meine Haare ungern lang. Aber zu einer Hochzeit passt es gut und so hab ich mir den Vorsatz gemacht, die lieben Biester bis zur Hochzeit in die Länge zu züchten. Nur, jedesmal, wenn ich frustriert über die Haarmasse bin, sag ich gerne: nach der Hochzeit, da kommen sie weg!

Wobei ich ja nicht unbedingt zum klassischen Bob tentiere. Wenn recht kurz und wenn nicht, teilweise recht kurz. Wer wie ich niemals ein Glätteisen benützen musste und das Haarvolumen eines Leintuchs hat, kennt vmtl die Problematik dass die Haare einfach aus übertragener Sturheit sich weigern irgendwelche Formen außer gerade und volumenlos anzunehmen. Deshalb mag ich Frisuren die ein bisserl flockiger sind. und gerne geflochten.

Allerdings bin ich ja nimmer im öffentlich unterrichteten Raum, wo alles möglich ist und da ich mittlerweile doch öfters Kundenkontakte hatte, wollte ich sichergehen, dass die Frisur sich auch alltags-tauglich herrichten lässt.

Nach vielen Worten, hier die Bilder:

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Ausgangssituation: ein nach hinten verlängerter Irokese. Ala weiß noch gut, wie furchtbar die zum Aufstellen sind

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Offene Haar klappen, aber es schaut schon recht dünn aus

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Knoten klassisch, quasi unmöglich, über den Ohren gehts, schaut aber eigen aus

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Das ist nur zwischendurch. Und ja, meine Haare hassen mich schon jetzt 😀

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Das ist quasi meine Wunschfrisur. Wer Wheel of Time nicht gelesen hat, sollte das dringend nachholen. Nur die Nägel werd ich mir wohl trotzdem nicht lackieren 😀

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Jep, zufrieden

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Und so lange sind anscheinend meine Deckhaare.

Ob es dann im Endeffekt zum rituellen Haare Schneiden kommt sei offen im Raum gelassen

Suppe, Suppe, Suppe

Nachdem ich zu Weihnachten viel probiert hab, hab ich natürlich meinen Suppenplan auch in der Arbeit in die Tat umgesetzt. Hier in der mir liebsten Szechuaner Version, mit Åschbeehaisla Bohnen.

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Mein Tipp, keine Nudelsuppe am Schreibtisch essen, macht nur Dreck ^^.

Sonst hab ich auch mal eine Thaisuppe ausprobiert, einfach mit roter Currypaste, Kokosmilch, Limettensaft Koriander und Frühlingszwiebeln.

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Orangenhuhn sous vide

Nachdem ich letzte Woche arbeitstechnisch hauptsächlich vor dem PC verbracht habe, hatte ich abends meist nimmer die Muse, noch zu kochen. Allerdings durchaus eine Idee, was ich machen wollte. Nämlich Orangenhuhn mit Speck. Ich bin ja absolut kein Meister in Hendl kochen, wenns geht schnipsle ichs zam und mach ein Pfannengericht, weil die ganzen Teile mir viel zu oft zu trocken werden. Daher hab ich mich entschlossen, das Rezept in ein Sous Vide Rezept mit dieser Grundanleitung umzuwandeln.

Das heißt zuerst einmal Hendlteile auslösen, davon erspar ich euch Bilder. Die Brust mit Knochen und Haut salzen und pfeffern.

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Zusammen mit einer Orangenscheibe in einen Zippbeutel  verpacken und vakuumieren. (Geht gut, wenn man den Beutel vorsichtig in ein Wasserbad gibt und immer weiter versenkt, bis die meiste Luft heraußen ist und anschließend zuzippt.)

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Anschließend in einen Topf mit 66°C heißem Wasser geben. Ich habs 4 °C wärmer gewählt, weil ich den Topf nicht am Herd stehen lassen wollte und der Abkühlung entgegenwirken wollte.

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Anschließend hab ich den Topf in einen mit einem Handtuch ausgelegten Korb gestellt.

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Gut eingepackt.

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Und zwei Stunden ziehen gelassen. Wobei ich zweimal die Temperatur korrigiert hab, indem ich heißes Wasser zugegeben hab.

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Währenddessen hab ich den Speck angebraten und das Fett danach in der Pfanne gelassen.

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Auch Kartöffli hab ich inzwischen geröstet. Vorher allerdings gedünstet, damits ein wenig schneller geht.

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Danach die Brüste aus dem Beutel nehmen und die Knochen entfernen.

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Den gebildeten „Braten“saft in eine Pfanne geben und den Saft einer Orange, ein bissi Honig und ein Schlukerl Verjus hinzugeben. Verjus, weil die Orangen nicht wirklich genug Säure hatten. Nächstes mal nehm ich wohl Blutorangen. Aufköcheln und gut verrühren.

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Inzwischen die Hähnchenbrüste im übrig gebliebenen Fett vom Speck auf der Hautseite liegend herausbraten.

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Möglichst die ganze Haut anbraten, aber nicht mehr. Auch ein paar frische Orangenscheiben hab ich mit angebraten.

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Herausnehmen und die Pfanne mit der Orangensaftmischung ablöschen und ein wenig einkochen.

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Anschließend hat meine Kamera aufgegeben, weil der Akku leer war, deshalb ohne Bild: Die Hähnchenbrüste zurück in die Pfanne, Orangenscheiben dazu, Speck darauf und noch mal kurz unter den Backofengrill.

Schließlich auf einem Teller angerichtet, anbei ein Vogerlsalat. Und unser Tablet macht furchtbare Bilder ^^

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Hat gut geschmeckt, allerdings war mir das Hendl fast eine Spur zu trocken, dh ich werd nächstes Mal wohl eine Temperatur von ca 63 °C wählen.